Blaubeer-Törtchen

Das Jahr 18 birgt einige schöne Überraschungen, so befindet sich zur Zeit das Hof-Cafe und der Laden im Rohbau….auch hier auf dem Blog bin ich am umgestalten und tue mir manchmal etwas schwer….also entschuldigt wen es  manchmal  etwas chaotisch daher kommt….Auch backtechnisch bin ich mich am vorbereiten. Probiere neues aus,verfeinere das eine oder andere und vorallem muss ich die Rezepte nun genau aufschreiben. Für mich backe ich oft intuitiv,wen ich aber weiss das es nun drauf ankommt…kireg ich das Nervenflattern wen ich kein genaues Rezept zur Hand habe.Dem wirke ich nun entgegen in dem ich mir all die wichtigen Dinge notiere.

 

2 Dinge probierte ich bei diesem Törtchen aus, das eine war die selbstgemachte Vanille-Patisseriecreme, ich hab sie vor 3-4-Wochen tiefgekühlt. Ich war neugierig ob das klappt und sie danach im Geschmack und Konsistenz immer noch gut ist. E Voilà es hat funktioniert.

 

So kam auf den ersten Boden selbstgemachte Heidelbeermarmelade, ich bestrich ihn grosszügig weil ich wirklich den Heidelbeergeschmack drin haben wollte. Auf die Marmelade gab ich  die beschriebene Patisserie- Creme. Dann kam der 2te Boden . Den bestrich ich mit Heidelbeersahne, deckte  das ganze zu mit der 3ten Schicht Biscuit. Den Deckel bestrich ich mit einer dünnen Schicht Rahm und gab dann viele(alle die ich noch hatte) Blaubeeren drauf.

Nun war es Zeit für den 2ten Versuch, ich habe noch nie mit Tortenguss/oder Gelee gearbeitet…naja ich bekam das Gelee über die Blaubeeren und es hat wohl seinen Zweck erfüllt. Die Blaubeeren blieben echt frisch und knackig unter diesem Gelee. Meine Familie und ich fanden aber die Masse recht befremdend auf der Torte. Ich beschloss mich da noch weiter zu üben und ein Gelee zu finden das irgendwie humaner ist und nicht so chemisch wirkt. Mein Gelee oder Tortenguss  soll schmecken, der Torte zu einem glanzvollen Abschluss verhelfen und die Früchte abdecken damit sie frisch bleiben.

 

Nebst dem Gelee war das Törtchen einfach lecker und schmeckte bereits nach Sommer. Sogar die Sonne, beehrte das Törtchen während dem Fotoshooting.

Ihr Lieben, laut der Wettervorhersage bleibt uns der Winter noch erhalten. Vielleicht habt ihr aber noch den einen oder andern Beerenvorrat im Tiefkühler und könnt euch etwas Sommer auf den Tisch zaubern…

herzlich Julia

 

 

 

Apfelnusskuchen oder Apfel unter der Haube

Endlich hab ich wieder einige Äpfel aus dem Vorrat unter die Haube gebracht. Das ist wirklich nicht mehr so einfach. Die Äpfel von der Herbsternte sind faltig geworden und zeugen von einem etwas längeren Leben. Die einen habe ich zu Apfelmus gekocht,welches sehr beliebt ist bei den Kids. Die andern habe ich grosszügig gerüstet und nun in einem Kuchen verbacken.IMG_20180208_144357Nun der Reihe nach…dieser Apfelnusskuchen ist der 2 Versuch. Bei dem ersten Kuchen gab ich den Zwetschgen den Vorrang und buk einen Zwetschgenkuchen unter einer Mandel-Marzipanhaube. Verführerisch schmeckte es in der Küche und ich freute mich sehr auf das erste Stück Kuchen zum Mittagskaffee.

 

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Das Stückli Kuchen musste noch gschwind vor die Linse, bevor es probiert werden konnte. Endlich steckte ich die Kuchengabel in den Kuchen und der erste Bissen wanderte in den Mund.

Die Begeisterung hielt sich  meinerseits in Grenzen. Ich hatte das Gefühl eher in einen Diätkuchen zu beissen. Er schmeckte irgendwie fad…..eben ein bisschen nach Diät oder nach Dessert das aus Diätgründen dann doch kein Dessert ist.

Ich ging auf Fehlersuche…

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…vielleicht war ich noch zu sehr in Ferienstimmung (Ferien im Engadin sind zu empfehlen)

oder hab ich mich so fest tiefenentspannt, dass ich das eine oder andere grad nicht mehr auf die Reihe kriege….

 

…….auf jedenfall hab ich die passende Ausrede gefunden. Zur Zeit als ich an diesem Kuchen rumwerkelte schwirrte mein Gatte in der Küche rum und versprühte wohl mit seinem Charme soviel Süsse, dass ich vergas  den Zucker der Nussmasse beizugeben…..

Beim 2ten Stückli(am Tag danach) strich ich dann etwas Marmelade oben drauf und nahm  sehr süsses Vanilleeis dazu…so passte es dann zu meiner Dessertvorstellung. Doch einen nicht geratenen Kuchen lässt mich meist nicht in Ruhe und so stand ich bald wieder an der Rührschüssel und probierte die Variante mit Apfel aus und verfeinerte das Rezept nochmals.

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Mit dem Resultat bin ich total zufrieden. Es ist ein schmackhafter,winterlich nuss-fruchtiger Zvierikuchen geworden. Passt sehr gut zum einfach so essen… Mit einem  Tupfen Schlagrahm oder eben auch etwas Vanille oder Zimteis lässt er sich hervorragend vom Alltagskuchen in einen Sonntagskuchen verwandeln.

Hier ist das Rezept:

Apfelkuchen mit Nusshaube
125g Butter
125g Zucker
2 Eier
1p Salz            Diese 4 Zutaten schaumig rühren

125gr Haselnüsse
1 Zitronen Abrieb
150g Mehl
½ Tl Backpulver
Evt. Zimt           mischen und unterrühren

Den zähen Teig auf den Boden der Springform gut verteilen, danach
700g kleingeschnittene Äpfel…(Umso säuerlicher umso besser)
Auf dem Teig verteilen.

Haube
2 Eier
200g Zucker
1p Salz Dies 3 Zutaten schaumig rühren

250g Haselnüsse gemahlen
1 El Zimt
1 Tl Kardamon
1 Zitronenabrieb                        mischen, zur Eiermasse geben
200g Rahm                                  Rahm  beigeben, alles gut mischen
Die Hauben – Masse über die Äpfel giessen und verstreichen. Backen bei 180°/ ca.50min./ in der untere Hälfte des Ofens.

 

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Ihr Lieben ich wünsche euch schöne Wintertage, wärmende Wohnzimmer und gutes gelingen beim werkeln in der Küche.

herzlich Julia

 

 

 

 

 

 

Karotten-Brotaufstrich

Im Januar ist für die einen die Zeit sich etwas vom Zucker zu lösen. Weniger süss durch den Tag zu gehen…..ich liebe Süsses nach wie vor, aber merke auch, dass ich nach den Festtagen gerne einmal mehr etwas Pikantes aufs Butterbrot streiche/lege und dafür die Marmelade mal weglasse.

Bereits im Herbst hab ich den Karottenbrotaufstrich kreiert und damals schon gedacht das ich euch die Bilder und das Rezept erst im neuen Jahr zeigen werde.

 

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Hier hab ich euch  das Rezept:

Karotten-Brotaufstrich

220g Karotten
20g Zwiebeln   würzen, weichkochen, pürieren, abkühlen lassen
170g Philadelphia Frischkäse natur beigeben
5 El Parmesan gerieben beigeben
Curry
Salz
Wenig Zitronen Abrieb beigeben und alles gut vermischen.

 

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In Gläser abgefüllt, und verschlossen halt er sich sicher 3-4 Tage im Kühlschrank. Evt. auch länger aber unser Vorrat war vorher aufgebraucht.

Achtung mit dem Curry und der Zitrone…vorsichtig beigeben damit der Rüebligeschmack nicht übertönt – sondern nur unterstützt wird.

 

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Auf frischem Brot schmeckt es richtig lecker. Bodenständig, nährend und durch die Zitrone auch erfrischend. Thymian würde auch noch sehr gut dazu passen…..

Überhaupt laesst es viele Variationen offen und lädt ein kreativ zu sein.

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Welches sind deine Lieblinge auf dem Butterbrot oder Stulle ?

Nun wünsche ich euch allen kreative Abendbrotzeiten….

herzlich Julia

 

Schneebälle-Winter wo bist Du?

Bei uns hat der Winter eine Pause eingelegt…..es fühlt sich eigenartig an anfangs Januar frühlingshafte Temperaturen zu haben. Obwohl gegen Frühling habe ich ja nichts einzuwenden….aber gegen Winter im Frühling.

Daher hoffe ich das sich der Winter besinnt und nicht zu den Typen gehört

— komme ich nicht dann komme ich morgen—-

Backtechnisch bin ich aber noch voll im Winter und lasse mich grad nicht beirren.

Meine Kokosmakronen habe ich umgetauft in Schneebälle und mir Gedanken gemacht wie ich sie verpacken könnte. Dies ist dabei herausgekommen.

 

Die Kokosmakronen backe ich nach einem alten Rezept. Sie sind aussen knusprig und innen sehr soft….für alle die Kokos lieben sind sie eine richtige Köstlichkeit.

Ihr lieben Leser/innen ich wünsche euch alles gute fürs 18ni,ich wünsche euch auch,das ihr hin und   wieder Gaeste sein dürft an andern Tischen und ihr selbst Freude habt am Gastgeber sein. Mich faszinieren Tische und Gemeinschaften die rund um einen Tisch entstehen…..und ich ertappe mich, dass ich mir immer wieder   Gedanken dazu mache….

seit herzlich gegrüsst

Julia

Weihnächtliche Kuchenschnitten

Lebkuchen auf dem Blech gebacken sind einfach manchmal wie zäh oder leicht gummig. Geht es euch nicht auch so?
Ich mag den Geschmack von Lebkuchen sehr,  wünsche mir dazu aber einen weichen und fluffigen Teig.

 

IMG_20171206_103457Eine Möglichkeit mir diesen Wunsch zu erfüllen schwirrte mir im Kopf herum.Ein Rezept welches auch die Grundlage anderer Kuchen ist, erschien mir wandelbar.

Jedesmal bin ich etwas kribblig wen ich eine in mir entstandene Idee umsetzten möchte und mich aber noch was Gedulden muss bis die Zeit dazu da ist.

 

Eines Tages war es dann soweit, herrlicher Lebkuchenduft strömte durch unser Bauernhaus. Es Weihnachtet…..

 

IMG_20171206_104337Danach musste ich mich noch etwas gedulden bis zuerst das Nusstopping trocken genug war um die Schokoladenglasur darüber zu giessen und danach bis die Schokolade genug angezogen war und dann….endlich konnte ich anschneiden….

 

IMG_20171206_104141…es war genau so wie ich es mir vorgestellt hatte.

Ein schoko-nussig-fluffiger Lebkuchen ist geboren.

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Ihr Lieben, bald ist Weihnachten, ich  wünsche euch das ihr die Festtage geniessen könnt. Das Fest der  sichtbar gewordenen Liebe, welche uns Leben und Freude die Fülle verspricht ? Ist das so? Ist dies möglich.?

Ich sage ja, es ist für mich ein göttliches Ding in Zeiten wo Not und Schwere gross waren,einen für mich unerklärlichen Trost  und Frieden zu spüren und zu wissen das ich immer getragen bin und wurde.

Ganz herzlich Grüsse an euch alle

¨Julia

 

Grittibänz-Tradition am 6 Dezember

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Diesmal gibt’s nur ein kurzer Post über meinen Grittibänzen. Bei uns ist dieses Teigmännchen Tradition zum Saint Nikolaus Tag, zu dem wir eigentlich „de Samichlaus“ sagen. Ich weiss gar nicht ob diese Tradition, nur typisch schweizerisch ist oder meine europäischen Nachbarn diese auch pflegen.

So sah er aus bevor er im warmen Backofen an Bräune und Umfang zunahm. Mit

Spannung erwarte ich das Ende der Backzeit und frage mich wie er sich durchs backen verändert.

Voilà das ist er, verschmitzt am lächeln, braun gebrannt und gut genährt.

 

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Zum Abendbrot wurde er dann unsanft seiner Bestimmung zugeführt. Mit Butter und selbstgemachter Marmelade schmeckte er sooooo lecker.

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Was ist Deine Tradition am Samichlaus-Tag? Auf jeden Fall wünsche ich euch allen ein entspanntes Lächeln im Gesicht für die nächsten Wochen.

Herzlich Julia

 

 

 

 

Weihnachtsbäckerei oder es duftet nach…?

Letzte Woche startete auch ich mit weihnachtlichen Beilagen im Guetzliteig und genoss die herrlichen Düfte welche durch meine Backstube zogen.

Was ist eigentlich das besondere wen Frau auf dem Land wohnt und hier bäckt. Wo liegt der Unterschied zu einer Backstube in der Stadt ?

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Ich bin ein richtiger Nasenmensch, Düfte nehme ich immer sehr intensiv war, darum ist das backen in der Weihnachtszeit für mich etwas besonderes. Aber diese Woche war es schon recht speziell…da atme ich stundenlang Backstubenduft ein und freue mich daran und dann…

…kommt der Moment wo ich die Türe öffne und nach draussen gehe. Im Null Koma nichts bin ich in der Realität angekommen und Jauche Duft steigt unangenehm und in voller Wucht in meine Nase….ja der Winter steht vor der Tür und auch die Wiesen sollen ihren Nahrungsvorrat bekommen und der Landwirt eine ruhigere Winterzeit. Das ist das Besondere was es eben ausmacht auf einem Hof zu leben und zu backen.

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Nun aber zurück zu den Cookies. Das Haselnuss-Zimt-Cookie spricht alle Sinne an…die Gewürze duften herrlich, die Nüsse knacken zwischen den Zähnen und doch ist dieser Cookie  im Erscheinungsbild sehr schlicht.

 

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Ich durfte letzte Woche einen besonderen Auftrag ausführen. Die Cookies wurden schön abgepackt in kleine „Kissenboxen „.  Es machte mir Spass dem schlichten Cookie eine festliche Verpackung zukommen zu lassen. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank der Auftrageberin!

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Ihr Lieben, Ich wünsche euch in den nächsten Tage viele Angenehme und wohltuende Dufterlebnisse, sei es durch vorweihnachtliches Gebäck  oder der erste Schnee, welcher seinen Duft vorausschickt.

Herzlich Julia